SEA – leicht erklärt

Suchmaschinenwerbung, kurz SEA genannt, ist eine Online-Marketing-Maßnahme, um den Traffic / Seitenbesucher auf einer Webseite zu steigern und eine Conversion zu erzielen. Dafür nutzt Du bezahlte Werbung. Sogenannte Anzeigen, die in der Websuche an den obersten Positionen erscheinen. Am bekanntesten und allgemein von den meisten Nutzern akzeptiert sind die Google Ads Anzeigen. SEA und SEO bilden zusammen das SEM (Suchmaschinenmarketing).

Inhalt

Für wen ist Suchmaschinenwerbung sinnvoll?

Solltest Du Produkte oder Dienstleistungen online verkaufen, dann kann SEA für dich sinnvoll sein. Suchmaschinenwerbung ist eine Online-Marketing-Maßnahme, für welche Du Geld ausgeben musst. Sie macht in der Regeln keinen Sinn, wenn Du nur eine Webseite hast, die informativen oder beratenden Inhalt verbreitet. Pauschal kannst Du davon ausgehen: Hast Du einen Online-Blog, fokussier dich auf SEO. Machst Du E-Commerce, denk über SEA nach.

Gerade bei Online-Shops kannst Du über SEA den Traffic auf deine Seite erhöhen. Und bei einem guten Angebot Deine Conversion Rate steigern. Es kommt natürlich auch auf dein angebotenes Produkt an. Sprechen wir von WC-Papier, Kugelschreiber oder Süßigkeiten, verzichte auf Suchmaschinenwerbung. Denn für solche Produkte lohnt sich SEA einfach nicht. Hast Du hingegen etwas Neues, Innovatives oder sehr Interessantes anzubieten, dann kann es durchaus Sinn machen, dies über Anzeigen zu bewerben.

Worauf muss bei SEA geachtet werden?

Einfach ein Paar Anzeigen schalten und alles läuft von allein. Damit ist es lange nicht getan. Gerade weil SEA nicht kostenlos ist, musst du genau darüber nachdenken, was Du konkret im SEA umsetzten möchtest. Das fängt schon dabei an, ob Du die passenden Produkte / Dienstleistung hast.

Analysiere auch genau, für welche Keywords deine Anzeige erscheinen Soll. Und leg dir dafür eine passende Keywordliste zurecht. Im Idealfall solltest Du natürlich vorwiegend nur Keywords nutzen, die einen geringen Wettbewerb und ein hohes Suchvolumen haben. Dies ist zwar nicht immer möglich. Aber tzd. die Richtung, in welche Du dich orientieren solltest. Mit dem Keyword-Planer von Google Ads hast Du schon mal ein gutes Tool, um Keywords zu Analysieren. Möchtest Du auf externe Tools zurückgreifen, schau dir Answer The Public und Keyword.io an.

Der Faktor Kosten spielt natürlich auch eine große Rolle. Gerade bei PPC (Pay Per Click) musst Du die Kosten immer im Auge behalten und dein Budget bei Bedarf anpassen.

Und das wichtigste, worauf Du achten musst. Optimieren, optimieren, optimieren. Und das permanent. Keywords optimieren, Budget optimieren, Anzeigen Optimieren, Texte optimieren, Landingpages optimieren. Kurz gesagt, einfach alles optimieren, was Du kannst.

Welche SEA-Tools gibt es?

Um Suchmaschinenwerbung überhaupt machen zu können, benötigst Du ein SEA-Tool. Jede Suchmaschine hat sein Eigenes. Schauen wir uns nun kurz die Tools der vier größten Suchnetzwerke an.

Google Ads: das hauseigene Tool von Google. Und gleichzeitig auch am bekanntesten und am meisten genutzt. Wenn Du Suchmaschinenwerbung machen möchtest, kommst Du hier nicht drum herum. Mit diesem Tool planst Du deine gesamten Werbeanzeigen im Google-Suchnetzwerk. Über den Google Ads Editor kannst Du dies auch offline vom Desktop auch machen. Google Ads gibt dir drei große Möglichkeiten. Den Keyword-Planer, damit du dir die richtigen Keywords raussuchen kannst, für welche deine Anzeigen erscheinen sollen. Auch nützlich, wenn Du SEO machst oder Content schreibst. Weil Du hiermit die Möglichkeit hast, Keywords zu finden, nach welchen die Nutzer im Web suchen. Den Leistungsplaner, um einen Einblick über eine Leistungsprognose zu gewinnen. Im Grunde bekommst Du hierdurch wichtige Erkenntnisse, wie sich die Leistung deiner Ads Kampagnen ändern können, nachdem Du neue Keywords nutzt oder dein Budget anpasst. Den Reichweiten-Planer, der nützlich ist, wenn deine Kampagnen auf Youtube oder über Googles Partnernetzwerke ausgespielt werden sollen. Mit dem Tool bekommst du zum Beispiel eine gute Schätzung darüber, wie viele Nutzer Du bei einem bestimmten Budget über Youtube erreichen kannst. Äußerst nützlich, wenn Du einen Mediaplan erstellen und Du dein Budget gezielt einsetzen möchtest.

Microsoft Advertising: Früher auch Bing Ads genannt, basiert auf demselben System wie Google Ads. Eigentlich ist das Tool eine eins zu eins Kopie davon. Mit dem Microsoft Advertising Editor hast Du auch hier die Möglichkeit, deine Kampagnen offline über den Desktop zu erstellen. Über das Intelligence Tool recherchierst Du deine Keywords und erstellst eine Performance Evaluierung. Das Tool ist für deine Keywordauswahl und die Performance Verbesserung optimal. Über die Funktion Google Import kannst Du sogar Microsoft Advertising mit Google Ads verknüpfen. Und die Werbekampagnen dadurch dauerhaft miteinander Synchronisieren.

Yandex Direct: Ist das SEA-Tool für das Suchnetzwerk in Russland. Auch hier basiert das System auf dem von Google Ads. Yandex Direct unterscheidet sich über vier Pakete. Testballon, welches optimal für Unternehmen ist, die aktuell einen Markteintritt planen. Oder sich in einer Test-Phase befinden. Business eignet sich für Dienstleistungsunternehmen zum Beispiel aus dem Gesundheitswesen, Consulting oder Tourismus. E-Commerce, passend wenn Du einen Online-Shop betreibst. Corporate, optimal für international und multilingual agierende Unternehmen. Yandex macht für dich natürlich nur dann sinn, wenn Du auf dem russischen Markt vertreten bist.

Baidu Tuiguang: Wirst Du nur in Asien bzw. in China brauchen. Baidu Tuiguang sieht auf den ersten Blick ähnlich wie Google Ads aus. Unterscheidet sich in Wirklichkeit aber relativ stark davon. Das fängt schon damit an, dass die Werbeanzeigen im chinesischen Suchnetzwerk an der Seite der SERPs erscheinen. Können aber auch in zufälliger Reihenfolge zwischen den Suchergebnissen vorkommen. Außerdem funktioniert Baidu Tuiguang nur auf chinesischer Sprache.

Auf welche Kpis kommt es an?

Wie immer beim Performance-Marketing, solltest Du alles messen und optimieren. Und um das machen zu können, musst Du wissen, auf welche KPIs es ankommt. Also schauen wir uns jetzt an, welche davon im SEA wirklich wichtig sind.

  • Keywordranking: Du hast Top Anzeigen erstellt. Aber irgendwie tauchen sie nicht in den Suchergebnissen auf. Was machst Du nun? Ganz einfach checkt doch erst mal das Keywordranking. Und überprüfe, ob Du überhaupt die richtigen Keywords für deine Anzeigen verwendest.

  • ROAS: Es ist wichtig, das Du weißt, wie profitabel deine Anzeigenkampagnen sind. Mit Return on Ads Spend kannst Du genau messen, wie viel Du für jeden eingesetzten Euro verdienst. Der ROAS ist so ziemlich die wichtigste KPI im SEA.

  • Impressions: Damit Nutzer auch auf deine Anzeigen klicken können, müssen diese ja auch erst mal ausgespielt werden. Bei den Impressions erfährst Du, wie oft deine Anzeigen im Suchnetzwerk erscheinen. Diese KPI hilft dir dabei, die Anzeigengestaltung und die dazugehörigen Keywords zu optimieren.

  • Klicks: Hiermit siehst Du, wie oft deine Anzeigen angeklickt werden. Wenn die Impressions hoch sind, aber deine Klicks niedrig, musst Du dringend was tun. Das ist meistens ein Zeichen, das deine Anzeigentexte nicht das Widerspiegeln, was die Nutzer tatsächlich suchen.

  • CTR: Die Click Through Rate, zeigt dir das Verhältnis zwischen Impressions und den Klicks in Prozent an. Dein Ziel sollte hierbei mindestens zwischen 5-8 % liegen.

  • CR: Die Conversion Rate ist besonders dann eine wichtige KPI, wenn Du SEA nutzt, um ein Produkt bzw. eine Dienstleistung zu verkaufen. CR gibt dir einen prozentualen Wert wieder, wie viele der Nutzer eine Conversion erreichten, nachdem sie auf deine Anzeige klickten.

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