Content Marketing – leicht erklärt

Texting like a pro. Content Marketing geht weit über das bloße Schreiben von Texten hinaus. Im Grunde geht es bei dieser Marketingtechnik darum, dass Du deinen Lesern informierende, beratende oder unterhaltende Inhalte anbietest. Dabei muss der gesamte Inhalt natürlich immer auf deine Zielgruppe und ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Mit Content Marketing hast Du die Möglichkeit, deine Zielgruppe von deinem Angebot oder deiner eigenen Marke zu überzeugen. Im Besten fall kannst Du den Lesern dadurch deine Unique Selling Proposition (USP) also den Mehrwert, welchen sie bei dir bekommen vermitteln.

Inhalt

Und was ist das Ziel?

Wie immer musst Du zuerst Dein Ziel definieren. Welches Du verfolgst, hängt in der Regel davon ab, was Du anbietest. Um dir die Orientierung zu erleichtern, lassen sich alle Ziele in drei Kategorien einteilen.

  • Branding: Hierbei richtest Du den Content darauf aus, die Bekanntheit deiner Marke zu steigern. Diese Ziele lohnen sich vorwiegend für Personen (ja auch eine Person kann eine Marke sein) oder Unternehmen, die bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad haben. Branding wird meistens aus strategischen Gründen gemacht.

  • Sales: Hier geht es darum, dein Produkt oder deine Dienstleistung zu Verkaufen. Bzw. deinen Umsatz zu steigern. Wenn Du also E-Commerce machst, solltest Du den Content so gestallten, das deine Zielgruppe auf Anhieb versteht, wofür sie ihr Geld ausgeben.

  • Leads: Primär geht es hierbei darum, Neue Nutzer auf deine Webseite zu bekommen. Die sich tatsächlich für dein Angebot Interessieren. Und im Idealfall Kundendaten hinterlassen. Zum Beispiel über eine Newsletter Anmeldung oder einem Download. Wofür eine E-Mail-Adresse hinterlegt werden muss.

Bei der Definition deines Hauptziels ist es ratsam, auch kleinere Nebenziele mit aufzunehmen. Das kann für dich Sinn machen. Über das Tracking erkennst Du leicht, ob der Content ankommt. Sobald Du merkst, dass es nicht funktioniert, ist es leichter zu optimieren. Und denk daran. Vermische niemals unterschiedliche Ziele aus unterschiedlichen Kategorien miteinander.

Was brauchst Du für die Umsetzung?

Du kennst deine strategische Ausrichtung und weißt, was dein Ziel ist. Super. Schauen wir jetzt mal, was Du für die Umsetzung brauchst.

Los gehts mit der Zielgruppe. Und wie kannst du ihr ein Gesicht geben? Richtig. Über eine Buyer Persona. Dafür nimmst Du alle relevanten Informationen auf und machst daraus eine Person. An welche dein Content gerichtet ist. Das hilft dir dabei zu entscheiden, welcher Inhalt für deine Zielgruppe einen Mehrwert hat und auch wirklich relevant ist.

Jetzt brauchst Du eine Core-Story. Und in dieser beschreibst Du, wie dein Angebot einen positiven Einfluss auf die Lebenswelt des Nutzers hat. Achtung, die Core-Story soll nicht Ellen lang sein und auch keine Zusammenfassung des Themas darstellen. Sondern nur die Schnittmenge aus Lesersicht widerspiegeln. Und in einer nutzerorientierten Perspektive dargestellt.

Soweit so gut. Jetzt musst Du eine spannende Geschichte erzählen. Und das machst Du mit Storytelling. Du fragst dich, was das ist? Nun, im Grunde ist Storytelling eine Erzählkunst wie Du anderen Personen Fakten in einer spannenden, lebhaften und mitreisenden weise erzählst. Dabei erzeugst Du eine nachhaltige Aufmerksamkeit und Interesse an deinem Angebot.

Und nun gehts um die Plattform. Also wo Du deinen Content ausspielen möchtest. Hier hast Du die Qual der Wahl. Blogseite, Artikel auf externen Seiten, Facebook, Instagram oder was auch immer. Du kannst alle Plattformen nutzen, die Du dir vorstellen kannst. Du musst nur eine Sache beachten. Optimieren den Content auf die Plattform und für die Zielgruppe, die sich darauf befinden.

Aber für wen lohnt sich Content Marketing?

Das ist einfach beantwortet. Für jeden, der Inhalte für eine Zielgruppe zur Verfügung stellt. Ohne guten Content kann ja auch niemand wissen, was angeboten wird.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Nichts ist unmöglich. Aber leider gibt es auch im Content Marketing Vor- und Nachteile. Schauen wir uns erst mal die Vorteile an.

Content Marketing ist nutzerorientiert. Das bedeutet, der gesamte Inhalt wird auf deine Zielgruppe und deren Bedürfnisse ausgerichtet. Content Marketing funktioniert in allen Phasen. Ob ein Nutzer dich, deine Seite oder dein Angebot kennt oder noch nie was davon gehört hat. Du kannst deine Zielgruppe mit gutem Content an jeder Stelle abholen. Und ihn so jederzeit von deiner USP, also dem Mehrwert überzeugen.

Content Marketing kann über alle Marketing Kanäle eingesetzt werden. Ob SEO, SEA, Presse, HR, Social Media oder woanders. Jeder Kanal braucht Inhalt. Und über Content Marketing hast Du den Vorteil, alles miteinander zu verbinden. Ganz nach dem Motto „Wir sprechen alle dieselbe Sprache“.

Content Marketing kann viral gehen. Insbesondere bei Social Media kann es passieren, dass der Inhalt unzählige Male geteilt wird. Das Beste daran, alles was viral geht, ist für dich kostenlos.

Kommen wir jetzt zu den Nachteilen.

Direktverkauf über Content Marketing ist sehr schwierig. Um Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen, reicht es nicht, einfach nur guten Content zu schreiben.

Content Marketing kann sehr komplex werden. Sobald mehrere Abteilungen und unterschiedliche Disziplinen miteinander verknüpft werden. Und dasselbe Ziel verfolgen, kann es kompliziert werden. Das Schwierige dabei ist, in allen Bereichen dasselbe und zur selben Zeit umzusetzen.

Was ist User Generated Content?

User Generated Content kann Fluch und Segen zugleich sein. Hier geht es um Inhalte, die nicht von dir oder deinem Unternehmen erstellt werden. Stattdessen gibst Du dem Nutzer die Möglichkeit, selber Content zu erstellen und öffentlich auf deinen Plattformen zu veröffentlichen. UGC können Bilder, Bewertungen, Kommentare, Artikel, Beiträge usw. sein.

User Generated Content ist äußerst glaubwürdig. Denn er ist von Nutzer für Nutzer erstellt. Das hilft dir dabei, die Leser an dich zu binden. Und dich, dein Unternehmen oder deine Webseite bekannter zu machen. Besonders über die sozialen Netzwerke und das Sharing der Inhalte kann eine gute Reichweite erzielt werden. Eingebundene Nutzer können eine stärkere Identifikation entwickeln. Dein größter Vorteil, UGC ist kostengünstiger Content.

Viele Unternehmen nutzen User Generated Content intensiv. Eines davon ist die BVG. Unter dem Slogan „weil wir dich lieben“. Einen Nachteil gibt es jedoch. Du gibst die Kontrolle vollständig an die Community weiter. Und das kann im Shitstorm enden. Wie es nicht funktioniert, zeigt dir Nestlé und Henkel.

Merke dir: Gerade wegen der Gefahr des Shitstorms musst Du ein sehr gutes Community-Management betreiben.

Google Trends Ranking - Online-Marketing

Erfolg messen und wichtige KPIs

Den Content Tracken und sehen, wie er ankommt. Ist total wichtig. Die Bedürfnisse deiner Zielgruppe bleiben selten über einen langen Zeitraum gleich. Besonders bei informativem Content musst Du schnell reagieren und den Inhalt an die neuen Bedürfnisse anpassen. Jeder Bereich wird auch anders getrackt und hat andere KPIs. Verkaufst Du Produkte, dann achte auf die Conversion Rate. Brauchst Du Traffic auf deine Webseite, dann behalte die Klickrate im Auge. Die KPIs im Content Marketing sind so vielseitig wie die Unterschiede aller Marketing Maßnahmen. Schauen wir uns jetzt KPIs an, die für dich auf jeden Fall wichtig sind.

  • Conversion Rate (CR): Du bietest ein Produkt, eine Dienstleitung oder Ähnliches an? Dann werte die CR aus. Anhand dieser Kennzahl erkennst Du, wie gut dein Content das Angebot auch verkauft.

  • Click-Through-Rate (CTR): Besonders wenn es um Traffic geht, solltest Du immer darauf achten, wie sich deine Seitenaufrufe verhalten. Insbesondere dann, wenn Du über Social Media, SEO oder SEA Besucher auf deine Webseite holst.

  • Keywords: Du kannst den Besten Content der Welt haben, aber niemand sieht oder liest ihn. Nun dann überprüfe doch mal, ob die Keywords, welche deinen Inhalt widerspiegeln, überhaupt von deiner Zielgruppe gesucht werden. Google Trends ist eine sehr gute Adresse, um herauszufinden, was die Leute momentan interessiert.

  • Ranking: Gerade wenn deine Zielgruppe viel in den Suchmaschinen unterwegs ist, musst Du zwingend wissen, wie gut deine Seite rankt. Natürlich kommt im Bereich SEO viel zusammen. Es heißt aber nicht umsonst „Content First“. Denn der Inhalt deines Contents hat einen sehr starken Einfluss auf deine Platzierung in den Suchergebnissen. Guter Content, geschrieben für deine Zielgruppe und mit hoher Themennachfrage. Landet in den Suchmaschinen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf besseren Platzierungen.

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